Heute mussten wir uns von den Pyrenäen verabschieden. Als passenden Abschluss für unsere Reise steuerten wir die Atlantikküste an. Immer flächer wurden die Hügelketten, neben denen wir vorbeifuhren. Unser freundliches Navi, sehr Centre-Ville-affin, führte uns durch Lourdes, wodurch wir doch noch einen Blick in diese Pilgerstadt werfen konnten.
In Capbreton fanden wir einen Parkplatz nahe am Meer. Wir hatten es nicht weit und schon erblickten wir die kilometerlangen Sanddünen und Badestrände. Viele Wellen-Surferinnen und -Surfer nutzten die hohen Wellen, allerdings im Neopren-Anzug. Kein Wunder bei dem kalten Wasser.
Uns jedenfalls war es zu kalt für ein Bad, stattdessen machten wir einen kleinen Spaziergang entlang des Strandes. Dabei entdeckten wir Relikte aus dem zweiten Weltkrieg. Sogenannte „Blockhäuser“ standen am und im Meer. Sie waren farbig besprayt und könnten glatt als Kunst durchgehen.
Damit hatten wir den äussersten Punkt unserer Reise erreicht und machten uns auf den Weg zurück in die Schweiz. Voller Elan drückten wir aufs Gaspedal, wurden aber bald ziemlich abrupt wieder gebremst: Stau vor Bordeaux. Während gut einer Stunde „schnägeleten“ wir uns Richtung Norden. Dann gaben wir auf und bezogen unser Quartier auf einer Raststätte.
Dort kam es zu einer Premiere! Nach zwei Wanderungen und einem sandig-salzigen Nachmittag am Meer war der Stinkigkeitsgrad über dem erlaubten Pegel. Und so nahmen wir zum ersten Mal eine Dusche im Womo zu nehmen. Ein merkwürdiges Gefühl auf einem Parkplatz umgeben von Menschen, aber es war herrlich. Zum Schluss befanden wir uns – ähnlich wie jeweils unser Geschirr, das wir manchmal aus Faulheit oder Zeitmangel jeweils nur kalt abspühlten – als wiederverwendbar!
Jetzt heisst es Schlafen und Kräfte tanken für die morgige lange Fahrt.











