Pässe im Nebel

Wir starteten mit einem ausgedehnten Frühstück in den Tag und hatten dabei beste Unterhaltung. Denn auf der anderen Seite des Lac d’Oô wurde eine riesige Herde Kühe (in allen Farben, weiss voraus) von einem Hirten und drei Border Colis gekonnt von einem Weidebereich in einen anderen getrieben. Dabei stand eine Kuh mit ihrem ungestühmen, energiegeladenen Kalb bereits auf der zweiten Wiese und freute sich auf ein Wiedersehen. Ein anderes, weisses Kalb tat uns sehr leid, denn es schien krank zu sein.

Erst um 13 Uhr, nach dem Spektakel, fuhren wir weiter über den Col de Peyresourde nach Arreau. Das Solothurn der Pyrenäen, denn unser Womo Reiseführer hat diesen Ort noch fast nie bei schönem Wetter erlebt. Uns ging es nicht anders. Bei leichtem Regen und Hochnebel schlenderten wir durch die Gassen dieses schmucken Städtchens, besichtigten zwei Kirchen und erledigten Einkäufe (das Crêpe durfte natürlich nicht fehlen). Am Schluss flüchteten wir vor starkem Wind und eisigkaltem Nieselregen in unsere liebe Schildkröte.

Auf dem Parkplatz-Fussballfeld parkte auch noch ein Bungalow-grosser Wohnwagen, der sogar eine Veranda hatte und von einem Lastwagen gezogen wurde, in welchem auch noch ein normaler Pkw steckte. Die Besitzer hielten ein kleines Ferkel und eine Ziege. Très bizarre…

Um unseren Campingplatz zu erreichen überquerten wir den legendären Tour de France Pass Col d’Aspin, von dem man eine besonders schöne Aussicht haben soll. Allerdings war bei uns der Nebel so dicht, dass wir kaum noch die Strasse sehen konnten.

Jetzt freuen wir uns auf morgen und die kommenden Tage, denn die Wetterprognose verspricht wieder Sonnenschein.

Bonne nuit.