Das Frühstück (ausser dem zuckerwässrigen O-Saft) genossen wir bei strahlendem Sonnenschein unter der schattenspenden Marquise. Der Hundebesuch kam auch wieder. Diesmal im Doppelpack.
Danach hiess es, zusammenpacken und ab nach Zagreb Flughafen, denn Rahel musste uns leider heute verlassen. Auf der Strecke lachten uns viele Spanferkel entgegen.
Vor Zagreb kamen wir in Folge einer Péage zum ersten Mal in einen Stau, doch Rahel erwischte ihren Flug problemlos (we miss you like crazy).
Die dezimierte illustre Reisegruppe machte sich darauf daran, Zagreb zu erobern. Rhea sicherheitsnadelte ihren Hippie-Rock und wir marschierten durch die schöne, ruhige, friedliche, grüne Innenstadt. In Folge Mariä Himmelfahrt waren die Strassen wie Leergefegt, dafür die unzähligen Kirchen zum Bersten voll. Die Füsse unseres männlichen Repräsentanten wurden arg gebeutelt, denn Adi litt mit seinen Adilitten Höllenqulen. Rhea, die Heldin, gab ihre letzten Socken her, was Adi zur Linderung verhalf. Danach versuchte sich Flo mit einem Zagreber Piva. Köstlich und erfrischend! Wir fühlten uns also gerüstet, die kroatische Küche auszuprobieren. Die hiesige Spezialität, Kalbshaxen unter der „Gluhglocke“, wie auch immer, natürlich musikalisch untermahlt von einer Livesängerin mit unprofessionellem Vibrato, enttäuschte uns. Und trotz schnippischem Service gaben wir der Bedienung 15 Kuna „Tringlet“ und liessen uns die Rechnung nicht nach Hause „schincken“. Der Hymer wurde zwischenzeitlich, entgegen unserer Befürchtungen, NICHT ausgeräumt. Phu! Um 23 Uhr 13 bewegten wir uns mit dem fahrbaren Untersatz Richtung Südsüdwest und nächtigten auf einer stinkigen, aber … nüt, Autobahnraststätte. Adi und Rhea brillierten, indem sie sich den ganzen Einschlaf-Holmes anhörten – ohne einzuschlafen!
Es war, ausser der schmerzlichen Trennung von Rahel, ein prächtiger Tag!
