Heute Morgen begrüsste uns die Sonne wieder, doch verzichteten wir auf ein Frühstück um später bei der Grotte (siehe Tag zuvor) beim Warten auf den Einlass die Zeit zum „Zmörgele“ zu verwenden. Diesmal hatte es allerdings nicht so viele Leute und die Wartezeit hielt sich mit 40 Minuten in Grenzen. Keine Ahnung wo die gestern hergekommen sind! Doch aus dem gemütlichen „Zmörgele“ wurde nichts, da Flo die Eier aus dem Kühlschrank warf (Höhepunkt der Ungeschicklichkeits-Pechsträhne?), und wir darum vor allem mit Putzen beschäftigt waren.
Knurrenden Bauches bestiegen wir unsere Barke und wurden von einem jungen, muskulösen Barkendolieri 3/4 Stunden lang durch Höhlen auf einem unterirdischen Fluss gezogen. Ein erfrischendes (13°C) und unterhaltsames Erlebnis.
Mit dem heutigen Schlafplatz schlagen wir unseren Übernachtungshöhenrekord – wir sind auf 1’903 MüM. Und noch etwas ist neu – wir stehen auf spanischem Hohheitsgebiet. Olé!
Beim Schlussaufstieg wurde es gespenstig, da wir in dicken Nebel hineinsteuerten. Wir dachten schon, wir fahren ins Niemandsland und wären dann einsam und verlassen. Doch nun stehen wir neben vielen anderen Campern auf einem riesigen Platz (im Winter ist das hier ein Skigebiet) und sehen den Mond. Einfach traumhaft!
Die Reise führte uns heute durch Gebiete die uns an verschiedene Regionen in der Schweiz erinnerten – und zwar wirklich fast eins zu eins. Da war der steinige mit Wiesen überzogene und hügelige Jura, das Mittelland mit Maisfeldern und Kühen (wobei meist Rinder), und schliesslich in Spanien erinnerte uns einiges ans Wallis. Es war spannend zu sehen, wie sich mit dem Grenzübertritt die Strassen und die Architektur der Häuser änderte.
Auf dem Weg legten wir einen Zwischenstopp in St. Bertrand de Comminges ein. Ein pittoreskes Städtchen mit römischen Ruinen und einer sehr schönen Kathedrale. Das Kloster war leider schon geschlossen, dafür kriegte Adi endlich einen Crêpe.
Schocker des Tages: Mitten in einem Dörfli stellte plötzlich der Motor seinen Dienst ein. Wir rollten noch ein paar Meter und standen schliesslich auf der Fahrbahn (keine Chance auf das Trottoir zu kommen) still. Die ersten 20 Startversuche schlugen fehl. Dann startete der Motor aber wieder. Vermutlich lag es an Dreck im Tank, welcher die Dieselzufuhr verstopfte.
Freude der Woche: Danke für eure lieben und informativen Gästebucheinträge. Wir lesen sie immer mit grossem Vergnügen.
