Sumpf

Am Morgen erwachten wir umgeben von dickem Nebel – kein Wunder eigentlich, schliesslich ist die Region „Marais Poitevin“ ein Sumpfgebiet. Pünktlich zum Frühstück aber, strahlte die Sonne. Massenhaft trudelten Wohnmobile ein – fast „heuschreckenartig“. Wir stellten fest, dass wir ungeplant in ein Mekka-Touri-Gebiet für Franzosen gelandet sind.

Aus der früheren Meeresbucht wurde mit der Zeit eine Sumpflandschaft, welche ab dem 13. Jahrhundert von der ansässigen Bevölkerung mit Kanälen urbar gemacht wurde. Mit einem gemieteten Kanu entdeckten wir die einmalige Landschaft aus nächster Umgebung. Viele kleine und grosse Kanäle unterteilen Kuhweiden, Felder, Wälder und bewohnte Gebiete auf natürliche Weise.

Nach der gemütlichen Bootstour wurde der arme Hymer auf dem Weg nach La Rochelle durch das restliche Sumpfgebiet „gehoppelt“ (die Strassen lassen teils zu Wünschen übrig).

Zum Ersten Mal visierten wir einen Camping an, insbesondere da wir Strom für unsere diversen Akkus brauchten und auch einer Dusche nicht ablehnend gegenüber standen. Doch in La Rochelle – „COMPLET“. So fuhren wir noch ein Stück weiter bis kurz vor Angoulins ein vier Sterne Camping noch Platz hatte.

Vor lauter Camping-Suche und Carrefour-Einkauf haben wir den Atlantik noch gar nicht richtig begrüsst. Dies werden wir aber bald nachholen – die Luftmatratzen sind jedenfalls schon gekauft.