Dobrý. Nach nur fünf Stunden Schlaf, machten wir uns auf zum Bahnhof Bratislava, um Zugtickets nach Komárno zu lösen. Im Reiseführer steht, man soll sich genügend Zeit dafür nehmen – jetzt wissen wir auch warum. Die Dame am Schalter diskutierte mehr mit einer anderen Dame als mit uns, und so warteten wir auf die Tickets.
Wir frühstückten gut in der schönen Stadt und kauften unser Mittagessen ein. Um 13 Uhr startete unsere Zugodysse. Ein Zugbegleiter verwies uns auf einen späteren Zug, blickte aber auf die Fahrräder und schüttelte den Kopf. Seine Arbeitskollegin sprach zwar sechs Sprachen, doch keine die wir könnten. Schliesslich fand sie eine Passantin, welche uns auf englisch erklärte, wir müssten unterwegs in einen Bus und wieder in einen Zug umsteigen. Heute trainierten wir nicht nur unsere Beine, sondern auch unsere Arme, denn an den Bahnhöfen gabs keine Lifte und die Züge waren sehr hoch. Zum Glück war die Zugbegleiterin sehr nett und hilfsbereit.
Um 16 Uhr, 100 km weiter, in Komárno, setzten wir uns wieder auf die Drahtesel und nahmen die 60 Kilometer nach Esztergom in Angriff. Die Landschaft ist nun flacher, man sieht weiter und der Wind kam erstmals von hinten, was uns beflügelte. Die Strecke wurde holpriger und zum Glück gab es auf den Strassen nur wenig Verkehr, da wir nun doch viel auf befahrenen Strassen aufhalten.
Knapp vor 21 Uhr kamen wir in „Rom von Ungarn“ auf einem sauberen Camping an. Die Basilika sieht wunderschön aus in der Nacht. Wir freuen uns schon auf morgen.
Viszontlátásra!