15.08.2008

Servus.
Diese Nacht wurde unser Zelt zum ersten Mal auf seine Regenfestigkeit getestet. Zu unserer Freude blieben wir trocken und am Morgen verzogen sich die Wolken so das wir uns auf einen sonnigen Tag freuten. Doch Petrus hat wohl spitz gekriegt, dass wir gestern zu faul zum Duschen waren. Trotz Regenjacke, -hosen und -taschenschutz wurden wir pflotschnass!

Dabei fing der Tag so gut am. In einem Café mit fast 100-jähriger Tradition assen wir ein fürstliches Frühstück aus edelstem Geschirr. Das Gebäck war so reichhaltig, dass wir uns Sandwiches für den Tag machen konnten (mit Käse, Schinken und Cherry).

Anschliessend besuchten wir das Benediktinerstift in Melk. Der Museumsbesuch war sehr interessant (viele Infotexte) und die Stiftskirche imposant. Dann radelten wir bei zum Teil Blitz und Donner durch malerische Städtchen und grüne Rebberge nach Unterloiben in ein Privatzimmer (im Moment regnet es).

Kulinarische Höhepunkte: Wildschwein Bratwürste, Erdäpfelschmarren, Sauerkraut und einen grünen Veltiner Smaragd vom Loibenberg. Himmlisch!

Morgen solls stürmisch werden. Mal schauen.
Schlafts gut!

14.08.2008

Nach Wespenverfolgung am Frühstückstisch machten wir uns auf den Weg zum Kelten-Freilichtmuseum, welches auf ehemaligen Grabhügeln errichtet wurde. Und dann, der Schreck! Flo’s Hinterrad (mit Scheibenbremse) verliert Luft. Der Schlauch muss ausgewechselt werden.

Übernachtung auf einem sauberen Zeltplatz mit viel Verkehrslärm direkt an der Donau. Heute war mehrheitlich sonnig. Wir hoffen, dass wir die Sonne auch morgen geniessen können.

Fast hätten wirs vergessen: Wir haben heute eine mehr als 700 Jahre alte Linde umarmt (so gut es halt ging, die war vielleicht dick).

Bhiet-öich!

13.08.2008

Nach Gold für Fabian Cancellara (TV im Zimmer) starteten wir topmotivert in den neuen bewölkten Tag. Heute radelten wir nicht besonders weit, besuchten aber das ehemalige KZ Mauthausen. Bedrückend aber sehenswert.

Nun steht unser Zelt in Rekordzeit auf einem schönen Zeltplatz mit Weiher (Kick wäre nützlich) und wir haben im Gasthof Jägerwirt fürstlich gespiesen: Pouletbrust mit Salbei und Schinken umwickelt, Kräuternudeln, frisches Gemüse und Serviettenknödel wie wir sie noch nie gekostet haben. Dessert: Marinellen Knödel mit feinsten Streusseln. Ein Gedicht!

Wir danken für die lieben Gästebuch Einträge und hoffen euer Regen ist vorbei. Wir hatten bis jetzt Glück und blieben trocken auf den Rädern.

12.08.2008

Nachdem wir unseren „Rausch“ vom hausgemachtem Most ausgeschlafen hatten, fuhren wir durch die Schlinge Richtung Linz. Während gestern üppig behangene Apfelbäume das Landschaftsbild prägten, sind es heute gelbe und violette Auenpflanzen.

In Linz fuhren wir von Baustelle zu Baustelle und assen ein würziges mexikanisches Znacht. Da es zu regnen begann, übernachteten wir in einem Linzer Gasthof und entdeckten dort unsere Sonnenbrände.

11.08.2008

Endlich steht das Zelt und wir liegen auf unseren „Matratzen“. Das war ein langer Tag. Um 6 Uhr mussten wir in Bern auf den Zug. Zwischen Bregenz und München unterhielten wir uns mit sehr freundlichen und lustigen Südtirolern (Klaus und Mägy).

Die Strecke vom bekannten Passau nach Au in der Schlögener Donauschlinge war wunderschön. Zuerst führte uns der Weg leider entlang einer starkbefahrenen Strasse, aber dann fuhren wir auf einem neu geteerten, breiten Veloweg mitten durch ein bewaldetes Naturschutzgebiet.

Nun liegen wir im kompliziert aufzustellenden Zelt, habn Most getrunken und schlafen sicher gut. Servus aus Österreich!