Heute Morgen liessen wir den Wecker zuerst mal zwei Stunden unbeachtet. Nach satten 11 Stunden (die Siesta von gestern taugte wohl nichts) Schlaf rollten wir uns dann doch noch aus dem Hochbett und frühstückten bei strahlend schönem Wetter.
Unser erstes Etappenziel war Trèbes zum Tanken. Dort sahen wir auch den Canal du midi mit den vielen „Kollegen auf Wasser“ und den Schleusen.
Da wir keine Lust auf Touristenströme hatten, entschieden wir uns trotz Schönheit gegen einen Besuch von Carcasonne und tuckerten stattdessen vorbei an vielen Rebstöcken und Sonnenblumenfeldern nach Mirepoix. Als Berner fühlten wir uns dort sofort heimisch, denn im Stadtzentrum hat es viele Lauben – allerdings aus Holz/Balken.
Inzwischen benötigten wir beide dringend eine Dusche und darum steuerten wir das Camping de l’Agly bei den Schluchten von Galamus an. Einem kleinen Navigationsfehler ist es zu verdanken, dass wir nicht die „offizielle“, vom Womo-Führer vorgeschlagene Route durchs Tal, sondern über den Col de St. Louis nahmen. Ein glücklicher Zufall, denn die kurvige Strasse, in tadellosem Zustand, führte durch wunderschöne Wälder die sich kilometerweit über das hügelige Gebiet ausbreiten.
Das kleine Camping ist ein wahres Bijoux. Der bärtige Betreiber ist sehr herzlich und liebt offensichtlich das Gärtnern. Mit den unterschiedlichsten Bäumen, Büschen und Blumen hat er überall lauschige, schattige Parzellen gestaltet. Sympathisch, schön und sauber.